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Shoden - der erste REIKI-Grad

Menschen, die von sich behaupten, mit beiden Beinen fest auf der Erde zu stehen, könnten mit dem 1. Grad erfahren, daß es doch noch Dinge gibt, die über ihre bisherigen Erfahrungen hinausreichen. Die Erfahrung wird sein, daß man nicht an Reiki glauben muß, sondern daß es die Universelle Lebensenergie wirklich gibt.

Viele Menschen fühlen die Reiki-Kraft unmittelbar nach oder sogar während der Einweihung, manche erst nach ein paar Stunden, Tagen oder sogar Monaten.

Die Einweihung erfolgt in vier Schritten bzw. Einstimmungen, während derer der Einzuweihende mit der Energie verbunden wird. Die Einstimmungen dürfen höchstens einen Tag auseinanderliegen, können aber auch, je nach persönlichem Empfinden, im Abstand von fünfzehn bis dreißig Minuten vorgenommen werden. Ich persönlich habe die besten Erfahrungen damit gemacht, jeweils eine Stunde zwischen den Einstimmungen vergehen zu lassen. Während dieser Zeit kann man sich über die Möglichkeiten der Reiki-Energie unterhalten, Empfehlungen für die Anwendung bei sich selbst und bei anderen geben, offene Fragen können werden geklärt und in der letzten Pause können auch schon die zwölf Handpositionen gemeinsam geübt
werden.

Mit der abgeschlosenen Einweihung steht Reiki nun ein Leben lang zur Verfügung. Es ist sogar anzunehmen, daß einigen von jenen Menschen, die in diesem Leben über spontane Heilfähigkeiten verfügen, in früheren Leben in Reiki eingeweiht wurden. Das Auflegen der Hände oder auch nur der Gedanke an Reiki bringt die Energie zum Fließen.

Allgemein üblich ist ein anschließender 21-tägiger Reinigungsprozeß. Der nun Eingeweihte sollte sich am Tage Zeit nehmen, die zwölf Handpositionen an sich selbst auszuüben, damit der Körper sich an die für ihn eher fremde Energie gewöhnen kann.

Wichtig ist auch, daß man sich vergegenwärtigt, daß niemand Reiki "geben" kann, sondern die Universelle Lebensenrgie durch einen hindurchfließt wie durch einen Kanal. Diese Tatsache lehrt eine Haltung der Bescheidenheit.

Mit der Einweihung sind wir zu einem Reiki-Kanal geworden. Wir können nicht beeinflussen, wieviel Reiki der Empfänger durch uns bekommt. Ganz allein der Empfänger bestimmt auf der unbewußten Ebene, wieviel Heilungsenergie für ihn gerade richtig ist. Der Gebende hat darauf keinen Einfluß.

Metaphysisch betrachtet ist der 1.Grad der körperliche Grad. Der Eingeweihte erfährt, daß es wichtig und darüberhinaus auch sehr schön ist, sich regelmäßig und liebevoll Zeit für die eigene Entwicklung zu gönnen. Das Prinzip des Nicht-Tuns oder absichtsvollen Zulassens steht beim Umgang mit der Reiki-Energie im Vordergrund.

Der Eingeweihte, der den 1. Grad erhalten hat, tut gut daran, die Idee
loszulassen, er sein nun "spirituell" geworden, obwohl bereits der 1.Grad den
Weg in die Spiritualität öffnen kann und will. Es ist ganz wichtig, sich daran
zu erinnern, daß es unmöglich ist, in spirituelle Höhen vorzudringen, ohne
vorher körperlich zu werden. Der Einstieg in den Reiki-Prozeß wird genau das
unterstützen.

1. Grad - Shoden
2. Grad - Okuden
3. Grad - Shinpiden




© Thomas Braedikow 2007